Fahrradtour 2025 rund um den Hainich
Gourmet-Radtour rund um das Weltnaturerbe Hainich
Gourmet-Radtour der Wintersportabteilung
Nach Eigenanreise am 6. Sept. starteten wir morgens um halb zehn in Kammerforst - eine kleine Gemeinde im thüringischenUnstrut-Hainich-Kreis - zu unserer jährlich stattfindenden Radtour.
Die 2-tägige Tour führte uns am ersten Tag schon durch den Nationalpark Hainich (Weltkulturerbe), entlang der Werra, durch kleine Dörfer und über einige Höhenzüge. Das Wetter meinte es an beiden Tagen gut mit uns.
Unmittelbar nach dem Start ging‘s ca. 4 km bergan. Die 8% Steigung meisterten auch unsere „Bio-Radler“ ohne Murren – die „Pedelec-Strampler“ zollten ihnen übrigens später großes Lob ob ihrer tollen Leistung.
Nach einer langen Abfahrt durch dichte Buchenwälder erreichten wir im Ort Mihla die Werra – wir folgten nun dem Radweg flussabwärts.
Am Sportplatz in Falken - eine willkommene Überraschung - Robert hatte hier ein opulentes „4-Sterne Frühstücksbuffet“ aufgebaut. Für einige Hungrige kam dies rechtzeitig, um nicht nur die „Wadeln“ für die Weiterfahrt zu kräftigen.
Hier ahnten wir noch nicht, dass Robert diese Radtour zu einer „Gourmet-Radtour“ gestaltete, denn das, was er später für uns noch alles - sogar frisch - zubereitete, war tatsächlich ein Hochgenuss. Vielen Dank und dafür gibt’s „2 Wintersport-Michelin-Sterne“.
In der „Eisdiele am Markt“ in Treffurt fiel die Wahl der richtigen Eissorte nicht leicht und so manchem von uns hätte auch 1 Kugel gereicht. (Zu DDR-Zeiten wurde in Treffurt die Zigarrenmarke „Sprachlos“ produziert.)
Den Weg zur Burg Normannstein (390m) mussten wir zum Glück nicht erklimmen. Allerdings war der Anstieg hinauf nach Heyerode stellenweise recht steil und für die „Bios“ zermürbend. Der Weg war teils asphaltiert, teils grob gepflastert und auch mit Betonplatten durchsetzt. Jeder Pedaltritt verlangte Konzentration. Aber, das sei jetzt schon mal erwähnt, es gab an beiden Tagen keinerlei Unmut über die Streckenführung. Deshalb von hier ein dickes Dankeschön an unsere Guides Udo, Jens und Robert für die Ausarbeitung der Strecken.
In Heyerode angekommen, wartete Robert schon mit Kaffee, Kuchen und kühlen Getränken auf „seine“ 19-köpfige Radlergruppe. Robert fuhr jeweils mit dem Versorgungsfahrzeug voraus an die „Radler-Raststätten“.
Auf einem gut ausgebauten Bahnradweg folgte eine fast zehn Kilometer lange Abfahrt zurück in Richtung Kammerforst. Der Weg war oft schmal und forderte wieder höchste Achtsamkeit. Unbeschadet kamen alle – Räder, sowie Radler*innen - im Hotel „Zum Braunen Hirsch“ an. Ein komfortables Landhotel, mit modernen großzügigen Zimmern, leckerem Essen und super freundlichem, hilfsbereiten Personal, inkl. Chefin! Und was dort im Biergarten unter alten Kastanien bestellt wurde, könnte man hier leicht aufzählen (aus Platzgründen verzichte ich). Doch eines muss erwähnt werden: „Kammerforster Hainich-Geist“ – ein Kräuter-Likör, den man nur dort verkosten kann. Und Wintersport-Likörliebhaber*innen taten dies denn auch – behutsam! Eine schon liebgewordene Tradition wurde uns dann später, am Abend des ersten Tages serviert: „SchniPoSa“. Wer wissen möchte, was das ist, der sollte sich zur nächsten Tour (2026) anmelden.
Historisches Kopfsteinpflaster ersetzt Vibrationstherapie, so könnte die Überschrift für den Beginn des zweiten Tages lauten. Er begann, wie angekündigt, mit einer Bergetappe wieder hinauf zum Nationalpark. Der Nationalpark Hainich ist eines der wertvollsten, naturbelassenen Buchenwaldrelikte weltweit. Es ist ein Wald wie aus einer alten Sage, kühl, geheimnisvoll, tot und lebendig gleichzeitig.
Neben bekannten Plätzen, wie dem Steinernen Tisch, der inmitten einer moosbedeckten Lichtung liegt und einst als Rast- und Kultstätte genutzt wurde, oder der 1000-jährigen Bettel-Eiche mit ihrem hohlen Stamm, begegneten wir weiteren Stätten von beeindruckender Stimmung. Nach rasanter Wald-Abfahrt – vorbei am „Urwald-Life-Camp“ mit Blick zum „Großen Inselsberg“ erreichten wir Hallungen. Gut möglich, dass an diesem Grillplatz hungrige Radler*innen noch nie so gut verköstigt wurden. (Die frisch zubereiteten Speisen hier alle aufzuzählen, würde zu viel Platz beanspruchen.)
Es ging mal wieder aufwärts Richtung Heyerode und auf der alten Eisenbahnstrecke der Vogteier Bimmelbahn weiter in Richtung Niederdorla zum Mittelpunkt Deutschlands. Eine gepflegte Anlage mit einem Gedenkstein, einer Kaiserlinde und Schautafeln. (Es ist jedoch wichtig zu wissen, dass es je nach verwendeter Berechnungsmethode unterschiedliche Mittelpunkte Deutschlands gibt, darunter auch den Ort Besse, ganz in unserer Nähe.)
In Niederdorla befindet sich auch das „Opfermoor“. Dort wurden in der frühen Eisenzeit Tiere, Waffen und Gefäße geopfert.
Nach Kaffee, Kuchen und div. Kaltgetränken (angerichtet by Roberts mobilem Kiosk) „strampelten“ wir am Nachmittag an abgeernteten Weizenfeldern vorbei und leider auch wieder langen Steigungen hinauf. Und wieder ließen sich die „Bio-Radler“ nicht anmerken, dass es eine große Plackerei für sie war. „Respekt, wer’s noch selber macht!“
Zurück am Landhotel zum Braunen Hirschen wurden zunächst die Räder für die Heimreise verladen, sich herzlich verabschiedet und alle waren sich dabei einig, dass es wieder eine grandiose Radtour der „WiSpos“ war.
Herzlichen Dank nochmal allen, die zum Gelingen beigetragen haben.
(Der Autor möchte ungenannt bleiben und hat diesmal noch auf KI verzichtet)











